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Manchmal beginnt Veränderung mit etwas so Kleinem wie einem elastischen BH-Träger. Zusammen mit der Lenzing AG stellen wir eine neue Generation plastikfreier Textilbänder vor: vollständig kompostierbare, elastische Bänder aus TENCEL™ Lyocell, TENCEL™ LUXE Filamentgarn und Naturkautschuk. Mit dieser Kooperation erreichen wir eine nächste Stufe auf dem Weg zur Erreichung unserer Ziele: die Entwicklung und Produktion von vollständig regenerativen Schmalgeweben. Foto: © TencelTM x CHARLE Berlin
Wir haben ihn uns wieder geholt – den 3. Platz des Green Buddy Awards in der Kategorie Einzelhandel. Der Green Buddy Award ist ein Nachhaltigkeitspreis, der vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg in Berlin, zusammen mit der Wirtschaftsförderung, vergeben wird. Er richtet sich an Unternehmen, Projektgruppen und Privatpersonen, die sich durch besonders ökologische Ideen, innovative Konzepte und nachhaltiges Engagement hervortun – entweder im Bezirk selbst oder berlinweit. Foto: ©: Julia Merkel
Wir freuen uns sehr: Mit unseren elastischen Bändern aus organischen und biobasierten Materialien wurden wir als Finalist des Biopolymer Innovation Award ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit innovative Produktlösungen im Bereich nachhaltiger Polymere. Eingereicht haben wir neben unserer Bewerbung, verschiedene Varianten unserer plastikfreien, elastischen Schmaltextilien – entwickelt für langlebige und kreislauffähige Anwendungen in der Textilindustrie.
Jedes Kleidungsstück hat ein Ende – aber was passiert danach? Die meisten Textilien landen als nicht recycelbarer Müll in der Verbrennung oder auf Deponien. Der Grund: Mischmaterialien, Plastik, synthetische Farben. Mit CHARLE verfolge ich einen anderen Weg: 100 % kreislauffähige Elastikbänder, frei von Plastik, hergestellt aus Naturfasern. Was wir der Erde entnehmen, soll auch dorthin zurückkehren können – ohne Rückstände. Denn Kreislauffähigkeit ist kein Trend. Sie ist die einzige Zukunft für eine Modebranche, die wirklich nachhaltig sein will. In diesem Beitrag zeige ich, warum halbe Lösungen nicht reichen – und was wir anders machen müssen, wenn Mode Teil der Natur werden soll.
Nachhaltige Mode ist in aller Munde. Fast jedes Label hat mittlerweile eine grüne Linie, verwendet Bio-Baumwolle oder wirbt mit recycelten Materialien. Aber was steckt wirklich dahinter? Was bringt die beste Baumwolle, wenn Plastikfäden unsichtbar mitverarbeitet werden? In diesem Beitrag erzähle ich, warum echte Nachhaltigkeit nicht bei Stoffen beginnt – sondern bei unbequemen Fragen. Ich nehme dich mit auf meine Reise als Brückenbauerin in der Modebranche, als jemand, der nicht aufhört, weiterzudenken. Denn wahre Veränderung entsteht nicht durch Trends – sondern durch Haltung.
Als Gründerin von CHARLE entwarf ich nicht nur nachhaltige Kindermode – ich stellte auch die scheinbar einfache Frage: „Was steckt eigentlich im Elastikband?“ Die Antwort war schockierend: Plastik. Doch statt aufzugeben, entwickelte ich das weltweit erste plastikfreie Elastikband – und inspirierte damit eine ganze Branche.
Wir wollten herausfinden, ob sich unsere elastischen Bänder aus Naturmaterialien innerhalb eines Jahres vollständig im Boden abbauen – ein entscheidendes Kriterium für Kompostierbarkeit. Dafür haben wir eines unserer Produkte einem umfassenden Praxistest unterzogen. Mit der Unterstützung einer Wurmfarm in Österreich konnten wir diesen Versuch erfolgreich durchführen.
Wir haben Grund zu feiern – gleich zwei Awards für uns! Fairness First Award und Unternehmer der Zukunft Award vom Deutsches Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung
YEAH, wir haben unseren ersten Award gewonnen. In der Kategorie „Einzelhandel“ erreichten wir den 3. Platz für unser nachhaltiges Engagement, das wir unter anderem auch in unserem Showroom in Berlin zeigen.
Der Anbau von und der Handel mit Naturkautschuk ist nicht frei von Herausforderungen verschiedenster Art. Die Nachfrage nach dem weißen Gold ist groß, der Preis dafür sehr klein. So klein, dass die Primärproduzent:innen davon kaum leben können. Wir haben Glück mit unserem malaiischen Anbieter:innen für Naturkautschuk, da dieser bereits freiwillig Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Wir gehen trotzdem noch einen Schritt weiter und wollen sicherstellen, dass die Bäuerinnen und Bauern von ihrer Arbeit gut leben können.